Jetzt schon das Fantasy Highlight des Jahres!

James Islington: The Strength of the Few

Auf den zweiten Band der Hierarchy-Reihe von James Islington habe ich mich besonders gefreut. Der erste Teil, „The Will of the Many“, war bereits ein absolutes Highlight des vergangenen Jahres. Nun ist die wunderschöne Schmuckausgabe des Nachfolgers, „The Strength of the Few“, am 5. Dezember 2025 beim @adrian_verlag erschienen.  Unbezahlte Werbung: selbst gekauft!

Handlung und Aufbau

Die Handlung des zweiten Bandes setzt unmittelbar am Ende des ersten Teils an. Vis Telimus hat das Iudicium gewonnen und das Labyrinth erfolgreich bezwungen. Dabei entdeckt er, dass das Labyrinth weit mehr ist als eine bloße Wettkampfarena: Es eröffnet Zugänge zu parallelen Welten – Res, Obiteum und Luceum – und kopiert Vis in jede dieser Welten. Damit wird er zu etwas Besonderem, er ist synchron und erhält die Fähigkeit, den bevorstehenden Kataklysmus, also die Vernichtung der Zivilisation, abzuwenden. 

Spannung und Weltgestaltung

Mittelteile einer Trilogie gelten oft als die schwächeren Bände, da sie als Bindeglied zwischen dem spektakulären Start und der abschließenden Auflösung der Geschichte dienen und häufig als langatmig empfunden werden. Hier ist jedoch das Gegenteil der Fall: Die Handlung hat mich sofort in ihren Bann gezogen.

Die drei Welten könnten nicht unterschiedlicher sein. Es ist beeindruckend, wie der Autor es schafft, nicht nur eine, sondern gleich drei verschiedene Welten detailliert auszugestalten. Ich könnte nicht sagen, welcher Handlungsstrang mich mehr interessiert hätte, da die Geschichte immer von einer Welt zur nächsten springt – und das meist an besonders spannenden Stellen. Das sorgt für eine enorme Sogwirkung, sodass ich sogar die Nacht durchgelesen habe, um weiterzukommen.

Magiesystem und Atmosphäre

Das Magiesystem ist vielfältig und abwechslungsreich. Res ist eine Welt mit deutlichen römischen Anleihen, Obiteum hingegen eine Nekropole, eine katakombenartige Umgebung, während Luceum als Gegenstück dazu mit renaissancehaften Figuren und Landschaften überzeugt. Jede dieser Welten hat mich gleichermaßen fasziniert und angesprochen.

Fazit

Wer Fantasy liebt, MUSS James Islington lesen! Punkt!