Bücher im Oktober 2025

Einblick in die Welt von Iron Heart

Tauchen Sie ein in die düstere Atmosphäre und erleben Sie den ersten spannenden Abschnitt des Buches.

Charaktere hautnah erleben

Lernen Sie Ayla und Crier kennen, zwei starke Frauen mit komplexen Zielen und einer ungewöhnlichen Beziehung.

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Erfahren Sie, wie Magie und Mechanik in dieser faszinierenden Steampunk-Welt aufeinandertreffen.

Nina Varela: Iron Heart

Rezension

Unbezahlte Werbung, selbst gekauft! „Iron Heart - Aylas Rache“ von Nina Varela ist im Oktober 2025 beim @foliant_verlag erschienen und wurde von Regina Jooß ins Deutsche übersetzt.
Romantasy ist ehrlich gesagt nicht mein bevorzugtes Genre. Wenn ich zu Fantasy greife, dann zieht es mich meist in die epischen Gefilde der High Fantasy oder in die modernen Schattenwelten der Urban Fantasy. Bei Romantasy bin ich skeptisch, denn mir ist das oft zu viel Kitsch und zu wenig Substanz. Wenn schon Romantik, dann bitte mit dem Trope slow burn: Figuren, deren Beziehung sich glaubhaft und langsam entwickelt, statt sofort in funkelnde Liebesschwüre zu verfallen. Und vor allem: Ich brauche einen soliden Plot und eine gut durchdachte Welt, sonst verliere ich schnell das Interesse.
Genau deshalb hat mich der Auftakt der „Iron Heart“-Dilogie positiv überrascht. Schon nach den ersten Kapiteln war ich von der düsteren Atmosphäre gefesselt. Die Autorin schafft es, eine Welt zu entwerfen, die gleichzeitig rau, melancholisch und faszinierend ist. Ein Hauch von Steampunk durchzieht das Setting – Zahnräder, Metall, Rauch und Mechanik treffen auf Magie und menschliche Emotionen. Dazu kommt eine Prise „Game of Thrones“-Feeling: Machtspiele, Intrigen und Figuren, bei denen man nie sicher ist, wem man trauen kann.
Besonders gut gefallen haben mir die beiden Protagonistinnen. Sie könnten unterschiedlicher kaum sein, denn Ayla will Crier eigentlich umbringen. Durch Zufall wird Ayla Criers Dienstmädchen. Die jeweiligen Perspektiven der beiden Frauen geben der Geschichte Tiefe und lassen Raum für Charakterentwicklung. Keine flachen Liebesklischees, sondern zwei starke Frauenfiguren, die ihren eigenen Weg gehen und ihre jeweiligen Ziele verfolgen. Aber immer auch die andere in Gedanken und bald auch im Herzen tragen.
Kritisch sehe ich nur einen Punkt: die Automatae, die mechanischen Wesen, die in dieser Welt dominieren. Ihr Konzept ist spannend, aber ich hätte mir mehr Tiefe und Details in ihrer Darstellung gewünscht. Vielleicht hebt sich Nina Varela das aber bewusst für den zweiten Band auf, was ich sehr hoffe.
Alles in allem hat mich „Iron Heart“ mit seiner düsteren Stimmung, den gut gezeichneten Figuren und dem vielversprechenden Worldbuilding wirklich überrascht. Wer Romantasy mag, oder wie ich, sonst eher einen Bogen darum macht, sollte diesem Buch definitiv eine Chance geben.